Donnerstag, 26.11.2020 19:28 Uhr

Pro.Vention - die erste Messe ihrer Art

Verantwortlicher Autor: SiSt24 Erfurt, 09.11.2020, 09:26 Uhr
Presse-Ressort von: Stefan Siedler Bericht 3142x gelesen
Aussenbereich
Aussenbereich  Bild: Stefan Siedler

Erfurt [SiSt24] Bald jährt es sich zum ersten Mal, in dem wir erkennen, wie vergänglich alles sein kann. Dinge, Abläufe, die für uns im Laufe der Zeit selbstverständlich waren, sind es nicht mehr. Einstigen Epidemien glaubten wir mittels der modernen Medizin darüber zu stehen. COVID-19 lernt uns eines besseres.

Die Bundesregierung reagiert im Frühjahr mit den schlimmsten aller Mittel eines Lockdowns, der das öffentliche Leben drastisch runtergefahren hat. Zwischenzeitlich verlangte sie von der Wirtschaft Sicherheits- und Schutzkonzepte. Die erzwungen freie Zeit wurde dazu genutzt. Die Zahlen klangen im Sommer beherrschbar. Trotzdem warnten führende Virologen vor einer zweiten Welle. Die Regierung lies diese Zeit ungenutzt und hat bis heute kein solides Konzept, wie man der COVID-Pandemie begegnen wird. Wenn die Warnungen Realität werden, wird einfach ungeachtet der Schutzkonzepte einfach ein zweiter Lockdown angeordnet. Der einzige Plan in diesem Konzept gleicht einer Hoffnung:

Ein- und Auslass-System - Vorbild zukünftiger Veranstaltungen

bald wird es schon ein wirksamer Impfstoff gegen COVID geben. Wie schön ist es dann zu erfahren, dass es Firmen gibt, die sich nicht diesem Schicksal fügen und sich mit Lösungen beschäftigen, die die Gefahr einer Ansteckung minimieren, und wenn dann doch mal es passierte, die Nachverfolgung so einfach machen, wie nur möglich. Ein Großteil dieser Unternehmen präsentierte ihre Lösungsvorschläge am 05. und 06.11.2020 in der Messehalle 1 der Messe Erfurt. Genau in dem Bundesland, was als erstes im Frühjahr wieder ihre Freizeit-Einrichtungen öffnete und einem Stückchen Normalität die Tür öffnete. Auf der Homepage des Messe-Veranstalters wird deutlich, welches Sicherheitskonzept auf der Messe umgesetzt wird.

Der Besucher wird gebeten sich mit einer App eines Dresdner Start-Apps vertraut zu machen. www.pass4all.de bietet eine sichere Alternative für die Zettelwirtschaft in Gaststätten und allen anderen Veranstaltungen an. Der User verifiziert sich mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer und loggt sich am Eingang der Messe mittels eines QR-Codes ein. Später, beim Verlassen loggt er sich wieder aus. Sollte jetzt der Verdacht eines COVID-Kontaktes eintreten, ist die App in der Lage die registrierten Daten an die Gesundheitsbehörden digital weiter zu geben. Keine Entschlüsselung von Hieroglyphen, Fantasie-Namen und Zahlendreher/Rechtschreibfehlern.

Besucher von Großveranstaltungen wie Stadion- oder Konzertbesucher sind so auf einfache Weise nachvollziehbar. Da liegt es auf der Hand, dass der Staat die Verifizierung der Telefonnummer finanziell unterstützen sollte. Diese liegen bei ca. 9 €ent pro Rufnummer. Das kann das Start-Up nicht noch weiter finanzieren, sofern die App für den Verbraucher kostenlos bleiben soll. Unmittelbar nach dem Eingang setzt sich das Konzept des Messebetreibers fort, mit dem die thüringische Landesregierung der Veranstaltung grünes Licht gab. Eine Kamera misst die Körpertemperatur des Besuchers und teilt es auf den Bildschirm gleich mit. Bei wenigen funktioniert der Check nicht, so wurde halt die Messung mittels einem Infrarot-Thermometer nachgeholt.

In der Ausstellungshalle gehen die Sicherheitsmaßnahme weiter. Maskenpflicht für alle. Zwischen den 3 Foren für Vorträge befanden sich die Aussteller. Von Zugangskontrolle, Raumluftreiniger, verschiedenen Schutzkonzepten bis hin zum Händewasch-Training und für Labore dringend notwendig entlastende Covid-19 Schnelltests. Alles findet in ausreichenden Abständen statt, selbst der Schirmherr der Veranstaltung, Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) überzeugte sich höchstpersönlich von den vielen Ideen und warnte davor, alle Karten nur auf einen Impfstoff zu setzen. Klar kosten die Investitionen Geld, teilweise auch richtig viel Geld. Doch im Vergleich zu dem wirtschaftlichen Schaden eines Lockdowns sind das richtige Peanuts.

Nur braucht die Wirtschaft dazu Rechtssicherheit, dass gerade wegen dieser notwendigen Investition ihr Geschäft nicht wegen Schnellschuss-Maßnahmen geschlossen werden müssen. Ebenfalls ist es der falsche Weg auf einen allheiligen Impfstoff zu warten. Die Möglichkeiten sind da, die Zeit, diese Chance auf ein neues normales Leben zu nutzen, nicht. Bei solch geeigneten Maßnahmen sind dann auch solche Initiativen für die gebeutelte Gastronomie wie am 27.11. überflüssig: https://www.leere-stuehle.de/

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